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zum Feinde zu haben,— alle Feinde von Mirabeau waren die Freunde von Barnave geworden und hatten ihn unter⸗ ſtützt, emporgehoben in den redneriſchen Kämpfen, von denen das Lebensende des erhabenen Tribuns begleitet geweſen. Es war, wir reden von Barnave, wie geſagt, ein junger Mann von kaum dreißig Jahren, der höch⸗ ſtens fünf und zwanzig zu ſein ſchien, mit ſchönen blauen Angen, großem Munde, aufgeſtülpter Naſe und ſcharfer Stimme. Seine Perſon war übrigens elegant; Heraus⸗ forderer und Duellant, glich er einem jungen Feldhaupt⸗ manne in bürgerlichem Gewande. Sein Anblick war tro⸗ cken, kalt und boshaft. Er beſaß mehr Werth, als ſein Anblick bezeichnete.
Er gehörte zur royaliſtiſch⸗conſtitutionellen Partei.
In dem Augenblick, wo er ſeinen Platz auf dem Vorderſitze nahm und ſich der Königin gegenüber ſetzte, ſprach Ludwig XVI:
„Meine Herren, ich muß Ihnen vor Allem erklä⸗ ren, daß es nie meine Abſicht geweſen iſt, das König⸗ reich zu verlaſſen.“
Barnave, der halb ſaß, hielt inne, ſchaute den Kö⸗ nig an und fragte:
„Sprechen Sie die Wahrheit, Sire? Dann iſt dies ein Wort, das Frankreich retten wird.“
Und er ſetzte ſich.
Da geſchah etwas Seltſames zwiſchen dieſem Manne, der aus dem Bürgerſtande einer kleinen Provinzſtadt hervorgegangen, und dieſer Frau, welche halb von einem der größten Throne der Welt herabgeſtiegen.
Beide waren bemüht, im Herzen von einander zu leſen, nicht wie zwei politiſche Feinde, welche Staats⸗ geheimuiſſe darin ſuchen wollen, ſondern wie ein Mann und eine Frau, welche Liebesgeheimniſſe darin ſuchen.
Woher kam im Herzen von Barnave dieſes Gefühl, das nach einer Forſchung von ein paar Minuten das


