Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Dann ſetzte ſie den Kopf ſchüttelnd hinzu:

Das weiſſagt uns nichts Gutes.

Von dieſen drei Männern kam der Aelteſte herbei, öffnete auf eine brutale Art den Schlag vom Wagen des Königs und ſagte:

Ich bin Pétion, und dies ſind die Herren Barnave und Latonr⸗Maubourg, abgeſandt wie ich und mit mir von der Nationalverſammkung, um Ihnen als Geleite zu dienen und darüber zu wachen, daß der Zorn des Volks nicht für ſich ſelbſt Gerechtigkeit übe. Rücken S alſo ein wenig zuſammen und machen Sie uns spie Königin ſchleuderte auf den Abgeordneten von Chartres und ſeine zwei Gefährten einen von jenen ver⸗ ächtlichen Blicken, wie ſie zuweilen von der Höhe des Stolzes der Tochter von Marie Thereſie herabfielen.

Herr von Latour⸗Maubvurg, ein Edelmann⸗Höf⸗ ling aus der Schule von Lafayette, konnte dieſen Blick nicht ertragen.

Ihre Majeſtäten ſitzen ſchon ſehr gedrängt in die⸗ Wagen, ſagte er:ich werde in den nachfolgenden

eigen.

Steigen Sie ein, wo Sie wollen, verſetzte Pé⸗ tion;mein Platz iſt im Wagen des Königs, und ich ſteige hier ein.

Und zu gleicher Zeit ſtieg er in den Wagen.

Auf dem Hinterſitze ſaßen der König, die Königin und Madame Eliſabeth.

Pétion ſchaute ſie nach einander an.. Dann wandte er ſich an Madame Eliſabeth und agte:

Verzeihen Sie, Madame, der Ehrenplatz gehört mir als dem Repräſentanten der Nationalverſammlung.

Haben Sie die Gefälligkeit, aufzuſtehen und ſich auf den

Vorderſitz zu ſetzen. Ah! das iſt zu ſtark, murmelte die Königin.

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