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XCV. Der Schmetzensweg.
Der königliche Wagen folgte traurig der Straße nach Paris, bewacht von den zwei finſtern Männern, welche ſeine gezwungene Umkehr bewirkt hatten, als, zwi⸗ ſchen Epernay und Dormans, Charny, vermöge ſeiner großen Geſtalt und von ſeinem hohen Sitze aus einen Wagen erſchauen konnte, der im Galopp von vier Poſt⸗ pferden von Paris kam.
Charny errieth ſogleich, daß dieſer Wagen irgend eine ernſte Nachricht oder eine wichtige Perſon brachte.
Als er die Vorhut der Bedeckung erreicht batte, ſah man in der That, nachdem ein paar Worte gewech⸗ ſelt worden waren, die Reihen dieſer Vorhut ſich öffnen und die Leute, welche ſie bildeten, ehrerbietig das Ge⸗ wehr präſentiren.
Die Berline des Königs hielt an, und man konnte ein gewaltiges Geſchrei hören.
Alle Stimmen wiederholten gleichzeitig:„Es lebe die Nationalverſammlung!“
Der Wagen, der von der Seite von Paris kam, ſetzte ſeine Fahrt fort, bis er zur Berline des Königs gekommen war.
Dann ſtiegen aus dieſem Wagen drei Männer aus, von denen zwei den erhabenen Gefangenen völlig unbe⸗ kannt waren. 3
Der Dritte aber hatte kaum ſeinen Kopf gezeigt, als die Königin Ludwig XVI. in's Ohr flüſterte:
„Herr von Latour⸗Maubourg, dieſer Menſch, der mit Leib und Seele Lafayette gehört.“
Die Gräfin von Charny. v.


