Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

de

d e

1

f

,

n

n

77

ger, aber furchtbarer anzuſchauen,— ein Drittel hatte— ſich mit Flinten, die Uebrigen hatten ſich mit Senſen und Spießen bewaffnet,— es war offenbar, daß die Bauern im entſcheidenden Augenblick ein unheilvolles Gewicht in die Wagſchale legen konnten.

Richt ohne eine gewiſſe Bangigkeit neigte ſich daher Charny zum König, von dem man ſeine Befehle ver⸗ langte, und ſagte, um ihn zu ermuthigen:

„Auf, Sire, auf!“

Der König war entſchloſſen.

Er beugte ſich mit dem Kopfe aus dem Schlage, wandte ſich an diejenigen, welche den Wagen umgaben,

und ſprach:

„Meine Herren, geſtern in Varennes hat man mir Gewalt angethan: ich hatte den Befehl gegeben, nach Montmédy zu fahren, und mit Gewalt hat man mich nach einer empörten Hauptſtadt zurückgeführt; doch ge⸗ ſtern war ich mitten unter Rebellen, heute bin ich unter wackeren Unterthanen, und ich wiederhole: Nach Mont⸗ médy, meine Herren!“

„Nach Montmédy!“ rief Charny.

„Nach Montmédy!“ wiederholten die Garden von der Compagnie Villeroy.

„Nach Montmédy!“ wiederholte nach ihnen die ganze Nationalgarde von Chalons.

Dann ließ ein allgemeiner Chor den Ruf:„Es lebe der König!“ ertönen.

Der Wagen drehte ſich um die Straßenecke und nahm wieder, um zu gehen, den Weg, dem man am Tage vorher gefolgt war, um zu kommen.

Charny hatte die Angen auf dieſer ganzen Bevöl⸗ kerung der Dörfer; ſie ſchien, in Abweſenheit von Drouet und Billot, befehligt von dem Garde frangaiſe, der vor der Thüre des Königs Schildwache geſtanden war; er folgte der Bewegung und ließ derſelben ſeine Leute fol⸗ gen, deren düſteres Auge ziemlich klar andeutete, ſie