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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 17.-20. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Ruhe umwandte,„das iſt ein Ungeſchickter, der ſein Ge⸗ wehr hat losgehen laſſen!“

Dann ſprach er laut:

Meine Herren, Sie müſſen ſich in Acht nehmenz es iſt bald ein Unglück geſchehen!“

Charny und die zwei Gardes du corps folgten der königlichen Familie ohne Hinderniß.

Abgeſehen von dem unglücklichen Schuſſe, hatte es der Königin ſchon geſchienen, als trete ſie in eine mildere

Atmoſphäre ein. Vor der Thüre, wo der ſtürmiſche Zug

der Landſtraße angehalten, hatte das Geſchrei auch Halt gemacht; ein gewiſſes Gemurmel des Mitleids war ſo⸗ gar in dem Augenblick hörbar geworden, wo die könig⸗ liche Familie aus dem Wagen ſtieg. Als man in den erſten Stock kam, fand man eine Tafel ſo koſtbar als möglich, und ſervirt mit einer Eleganz, daß die Gefan⸗ genen ſich ganz erſtaunt anſchauten.

Bedienten ſtanden wartend da; doch Charny forderte für ſich und die zwei Gardes du corps das Vorrecht der Bedienung. Unter dieſer Demuth, welche heute ſelt⸗ ſam ſcheinen könnte, verbarg der Graf den Wunſch, den König nicht zu verlaſſen, in ſeiner Nähe zu bleiben und ſich für jedes Ereigniß bereit zu halten.

Die Königin begriff, doch ſie wandte ſich nicht ein⸗ mal noch ſeiner Seite um, doch ſie dankte ihm weder mit der Hand, noch mit dem Blicke, noch mit der Rede. Das Wort von Billot:„Ich hafte für ihn ſeiner Frau!“ toſte wie ein Sturm in der Tiefe des Herzeus von Marie Antoinette.

Charny, den ſie aus Frankreich zu entführen glaubte, Charny, den ſie mit ſich aus dem Vaterlande zu ent⸗ fernen glaubte, Charny kam nit ihr nach Paris zurück! Charny ſollte Andrée wiederſehen.

Er ſeinerſeits wußte nichts von dem, was im Her⸗ zen der Königin vorging. Er konnte nicht vermuthen,