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gung ſeinem Souverain dargebracht, aber auch die größte Beleidigung für das Volk!
Es krachte ein Flintenſchuß.
Er zog eine Piſtole aus dem Holfter und erwiederte Schuß durch Schuß.
Dann feuerte Alles, was eine geladene Flinte hatte, zugleich auf dieſen Wahnfinnigen.
Das von Kugeln durchlöcherte Pferd ſtürzte nieder.
War der Mann verwundet, war er getödtet durch das entſetzliche Feuer? Die Menge wälzte ſich wie eine Lawine nach dem Ort, wo der Mann und das Pferd gefallen waren; dann entſtand einer von den Tumulten, wie ſie nur um Leichname ſtattfinden, verwor⸗ rene Bewegungen, ein ungeſtaltes Chaos, ein Abgrund von Lärmen und Geſchrei, worauf man plötzlich am Ende einer Pieke einen Kopfmit weißen Haaren ſich erheben ſah.
Das war der des unglücklichen Chevalier von Dom⸗ pierre.
Die Königin ſtieß einen Schrei aus und warf ſich in den Wagen zurück.
„Ungeheuer! Cannibalen! Mörder!“ brüllte Charny.
„Schweigen Sie, ſchweigen Sie, Herr Graf,“ ſagte Billot,„ſonſt würde ich nicht mehr für Sie ſtehen.
„Gut!“ erwiederte Charny,„ich bin des Lebens müde! Was kann mir Schlimmeres geſchehen, als mei⸗ nem armen Bruder?“
„Ihr Bruder war ſtrafbar, Sie ſind es nicht,“ verſetzte Billot.
Cherny machte eine Bewegung, um vom Bocke zu ſpringen; die zwei Gardes du corps hielten ihn zu⸗ rück; zwanzig Bajonnete wandten ſich gegen ihn.“
„Freunde,“ ſprach Billot mit ſeiner feſten und ein⸗ drucksvollen Stimme,„was dieſer auch thun oder ſagen mag,“ und er deutete auf Charnh,„ich verbiete, daß ein Haar von ſeinem Haupte falle.„ Ich hefte für ihn ſeiner Frau.“
Die Gräfin von Charny. V. 5


