18
folgte, gegen welchen nach einer halben Viertelmeile der von Catherine verfolgte Fußpfad einmünden mußte.
Es war kein Augenblick zu verlieren, ſollte das Mädchen nicht in zehn Minuten ſeinem Vater gegenüber ſtehen.
Das begriff Pitou.
Er erhob ſich, ſprang durch das Gebüſche wie ein
ſcheu gemachtes Reh, durchſchnitt ſchräge den Wald in einer ſeinem erſten Laufe entgegengeſetzten Richtung und befand ſich am Rande des Fußpfades in dem Angenblick, wo man ſchon die haſtigen Schritte und den keuchenden Athem des Mädchen hörte.
Piton blieb verborgen hinter dem Stamme einer Eiche ſtehen.
Nach Verlauf von zehn Secunden kam Catherine ſo nahe an der Eiche vorüber, daß man ſie mit der Hand erreichen konnte.
Piton trat vor, verſperrte dem Mädchen den Weg
und nannte ſich gleichſam mit einem Schlage.
Er hatte die Einheit einer dreifachen Handlung für nöthig erachtet, um Catherine nicht zu ſehr zu erſchrecken.
Sie gab in der That nur einen ſchwachen Schrei von ſich, blieb ganz zitternd, weniger von der gegenwär⸗
tigen, als von der vergangenen Aufregung, ſtehen und
ſagte:
„Sie hier, Herr Piton!.. Was wollen Sie von mir?“
„Um des Himmels willen, gehen Sie nicht einen
Schritt weiter, Mademoiſelle!“ erwiederte Piton die
Hände faltend. „Und warum nicht?“ „Weil Ihr Vater weiß, daß Sie ausgegangen ſind,
weil er der Straße nach Bourſonnes mit ſeiner Flinte
folgt, weil er Sie auf dem Kreuzwege von Bourg⸗ Fontaine erwartet,“ 3
de
S S G
Co


