Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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224 wachen an den Gittern das Gewehr vor dem General Lafayette und dem jungen Grafen von Bouillé, ohne zu

ahnen, daß ſie die militäriſchen Ehren zugleich der Revo⸗ lution und der Gegenrevolution bezeigten.

XXXII. Die Rönigin.

Beide ſtiegen die kleine Treppe des Pavillon Marſan

hinauf und traten in die Gemächer des erſten Stockes ein, den der König und die Königin bewohnten.

Alle Thüren öffneten ſich vor Herrn von Lafayette. Die Schildwachen präſentirten das Gewehr; die Lackeien verbeugten ſich; man erkannte leicht den König des Kö⸗ nigs, den Major domus, wie Marat ſagte.

Herr von Lafayette wurde zuerſt bei der Königin eingeführt; der König war in ſeiner Schmiede, ühd man benachrichtigte Seine Majeſtät.

Herr Louis von Bouillé hatte Marie Antoinette drei Jahre nicht geſehen.

Während dieſer drei Jahre waren die Stände ver⸗

ſammelt geweſen, war die Baſtille genommen worden und

hatten die Tage des 5. und 6. Octobers ſtattgehabt. Die Königin hatte ein Alter von vier und dreißig Jahren erreicht,„ein rührendes Alter,“ ſagt Micheiet, „welches Van Dyck ſo oft mit Wohlgefallen gemalt hat, das Alter der Frau, das Alter der Mutter, und bei Marie Antvinette beſonders das Alter der Königin.“ Seit dieſen drei Jahren hatte die Königin viel an