Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Und wo Teufels haben Sie das gemacht? Ah! das iſt es.

Das wollen Sie nicht ſagen? Das kann ich nicht ſagen, weil ich es nicht weiß. Man hat Ihnen die Augen verbunden?

Ganz richtig! Ich wurde mit einem Wagen bei

der Barriore erwartet. Man fragte mich:Sind Sie

der und der? Ich antwortete:Ja!Gut, Sie erwarten wir, ſteigen Sie ein.Ich ſoll ein⸗ ſteigen?Ja. Ich ſiieg ein, man verband mir die Augen, der Wagen rollte ungefähr eine halbe Stunde, dann öffnete ſich ein Thor ein großes Thor; ich ſtieß an die erſte Stufe einer Freitreppe, ich ſtieg zehn Stufen hinauf, ich trat in ein Vorhaus ein; hier fand ich einen deutſchen Bedienten, der zu den Anderen ſagte:Es iſt gut, geht; man braucht Euch nicht mehr. Die Ande⸗ ren entfernten ſich. Er nahm mir meine Binde ab und zeigte mir, was ich zu thun hatte. Ich ging als ein guter Arbeiter an's Geſchäft. In einer Stunde war es gethan. Man bezahlte mich in ſchönen Louis v'or, verband mir die Augen wieder, brachte mich in den Wagen, ließ mich an derſelben Stelle ausſteigen, wo ich eingeſtiegen war, wünſchte mir eine glückliche Reiſe, und hier bin ich.

Ohne daß Sie etwas geſehen haben, nicht ein⸗ mal aus dem Augenwinkel? Was Teufel! eine Binde iſt nicht ſo feſt geſchloſſen, daß man nicht rechts oder links hinausſchielen kann.

Et! ja!

Nun, nun! geſtehen Sie doch, daß Sie geſehen haben, ſagte lebhaft der Unbekannte.

Hören Sie: als ich einen falſchen Tritt gegen die erſte Stufe der Freitreppe that, benützte ich dies, um eine Geberde zu machen; während ſch dieſe Geberde machte, verrückte ich ein wenig meine Binde.

Und dadurch, daß Sie Ihre Binde verrückten?

fragte der Unbekannte mit derſelben Lebhaftigkeit.