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Der Chevalier von Harmental. 147
„Wir wollen doch weiter ſehen:... Seitdem mich die Vorſehung auf den ſpaniſchen Thron geſetzt hat
. ſ. w... Die Generalſtaaten ſollen zuſammen be⸗ 3 S und in weſſen Namen?“
„Sie ſehen ja, gnädigſter Herr, im Namen Pyi⸗ lipp's des Fünften!“
„Philipp der Fünfte iſt König von Spanien, nicht aber König von Frankreich! Daß er ſich in ſeiner Rolle nicht vergreife! Ich habe ſchon einmal die Phrenäen über⸗ ſchritten um ſeinen Thron zu ſtützen, er hüte ſich daß ich ſie nicht noch einmal paſſire um denſelben zu ſtürzen!“
„Daran wollen wir ſpäter denken, gnädigſter Herr; für jetzt haben wir ein fünftes Papier zu leſen; es iſt nicht weni⸗ ger wichtig wie Ew. Hoheit ſich ſogleich überzeugen werden.“
Der Herzog von Orleans nahm ungeduldig das Blatt und durchflog es. Dann ſagte er:„Richtig, richtig, wie ich es erwartet hatte! Es iſt von nichts Geringerem die Rede als von meiner Abſetzung! Und die Briefe? Sie ſollten ohne Zweifel dem König übergeben werden?“
„Morgen ſchon, gnädiger Herr!“
„Durch wen?“
„Durch den Marſchall von Villeroh.“
„Ha, wie konnte der dazu bewogen werden?“
„Durch ſeine Gemahlin, Ew. königliche Hoheit.“ 105


