II. Der Herzog von Richelien.
„Endlich,“ rief die Herzogin, als ſie Richelien eintreten ſah,„endlich kommen Sie! Werden Sie denn ſtets derſelbe bleiben? Werden Ihre Freunde nie mehr auf Sie zählen können als Ihre Geliebten?“
„Im Gegentheil, gnädigſte Fral,“ verſetzte Riche⸗ lien die Hand der Herzogin küſſend,„im Gegentheil, ich beweiſe eben heute daß ich alles zu vereinigen weiß.“
„Sie bringen uns alſo ein Opfer?“ fragte lächelnd Frau von Maine.
„Ein tauſendmal größeres als Ew. Hoheit denken können. Stellen Sie ſich vor, ich verlaſſe ſo eben..“
„Frau von Villars, nicht wahr?“ unterbrach ihn die Herzogin.
„Nein nein, beſſer, hoher hinauf!“


