Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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Der Chevolier von Harmental. 167

plotzlich betroffen. Ich bin nämlich genöthigt augen⸗ blicklich abzureiſen, ohne Sie zuvor noch einmal ge⸗ ſehen zu haben. Nach ſechs Wochen erſt werde ich zurückkehren. Um des Himmels willen, Bathilde, vergeſſen Sie den nicht, welcher keine Stunde verleben wird ohne an Sie zu denken.

Ravul.

Er verſtegelte das Billet und trat an's Fenſter das ſeiner Nachbarin aber war geſchloſſen. Er ſah alſo kein MWittel Bathilden die für ſie beſtimmten Zeilen zukom⸗ men zu laſſen. Der Abbé machte ſchon Zeichen der Un⸗ geduld. In dieſem Augenblicke ward leiſe an die Thür gekratzt, der Abbé öffnete und die niedliche Mirza er⸗ ſchien; ihre Gourmandiſe hatte ihr den Weg zu ihrem Zuckerlieferanten gezeigt. Sie hüͤpfte fröhlich herein und ſprang auf Harmental zu.

Da ſage man nun noch daß der Himmel die Ver⸗ liebten nicht beſchütze lächelte der Abbé;Sie verlang⸗ ten nach einem Boten, da iſt er!

Abbé, Abbé, drohte der Chevalier auf's neue, huͤten Sie ſich früher in meine Geheimniſſe zu dringen als es mir gefällt!

Einem Beichtvater kann man alles anvertrauen, Che⸗ valier.