Teil eines Werkes 
1. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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Es war das Vordergeſtell eines jener Blockwagen, welche in den waldigen Gegenden gebräuchlich ſind und dazu dienen, dicke Brettbohlen und Baumſtämme zu fahren. Dieſer Fuhrwagen beſtand aus einer maſſiven eiſernen Achſe, in welche eine ſchwere Deichſel eingelaſſen war, und die von zwei übermäßig großen Rädern getragen wurde. Das Alles war vierſchrötig, mißgeſtaltet, ſchwerfällig. Man hüätte glauben ſollen, die Laffette einer Rieſenkanone zu ſehen. Die Geleiſe hatten die Räder, die Felgen, die Speichen, die Achſen und die Deichſel mit einer dicken Kothrinde be⸗ deckt, einer abſcheulichen gelblichen Ueberſtreichung, die ſo ziemlich der glich, mit welcher man ſo gern die Kathedralen ſchmückt. Das Holz verſchwand unter dem Kothe und das Eiſen unter dem Roſte. Unter der Achſe hing eine große eiſerne Kette herab, welche eines Goliath unter den Ga⸗ leerenſträflingen würdig geweſen wäre. Dieſe Kette erinnerte nicht an die Balken, die ſie zu tragen hatte, ſondern an die Maſtodons und Mammuths, die ſie hätte anſpannen können; ſie hatte ein Anſehen nach dem Bagno, aber nach einem cyklopiſchen und übermenſchlichen Bagno, und ſchien einem Ungeheuer abgenommen zu ſein. Homer hätte mit derſelben den Polyphem gefeſſelt und Shakeſpeare den Caliban.

Weshalb war dieſes Vordergeſtell des Blockwagens hier an der Stelle auf der Straße? Zunächſt um die Straße zu verſperren, dann um vollends zu verroſten. Es giebt in der alten geſellſchaftlichen Ordnung eine Menge von Einrichtungen, die man in freier Luft auf ſeinem Wege findet, und die, um vorhanden zu ſein, keinen andern Grund haben.

Der Mittelpunkt der Kette hing unter der Achſe ziem⸗ lich nahe zur Erde herab, und in der Biegung wie auf dem Stricke einer Schaukel ſaßen an dieſem Abend innig um⸗ ſchlungen zwei kleine Mädchen, das eine etwa 2 ½ Jahr, das andere 18 Monate alt, das kleinere in den Armen des