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Neue Novellen : Slg. 2 / [Paul Johann Ludwig Heyse]
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aus dem Schuppen war, brach ſchon das D und die Lohe kniſterte hoch auf.

ach ein Es mußte ſchon eine reichliche Stunde ſo fort gebrannt haben, wir's inne wurden. Mein Kind, die Dorothee,

ehe ſchrie hellauf: der alte Herr iſt verbrannt! und fiel ſchier in Krämpfe, denn er war allezeit wie ein Vater zu ihr geweſen. Wir dachten auch nicht anders, als er ſei im Schlaf von den Flammen ergriffen und elendig vom Rauch erwürgt worden. Was aber fanden wir? Andern Tags, als die letzte Glut zu⸗ ſammenſank und ich in traurigen Gedanken um das Gehöft herumſchlendere, ſehe ich unweit hinter der letzten Scheune den alten Herrn ganz ſtill und ſteif an eine Kiefer gelehnt auf der Erde ſe ſitzen und hin⸗ überſchauen, wo die Trümmer ſeines Fährkrugs noch rauchten. Ich ſchlage ſchon einen Freudenſpectakel auf, laufe zu ihm und ſage:Gott ſei Lob und da ſehe ich, daß er ganz weiß iſt im Geſicht und den Blick eines Todten hatte. Ja, ja, Herr, er war todt; er hatte ſein Stündlein kommen gefühlt, und ſein Hab' und Gut ſelbſt angezündet und war mit den letzten Kräften hinausgeſchlichen, es noch

brennen zu ſehen. Denn ſeine Sachen und Möbeln