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bringen, ich hätte ſie angeſehen und wäre ein Un⸗ menſch geworden!—
Am dritten Tage darauf begruben wir ſie. Ich war eben vom Friedhofe in mein Haus zurückge⸗ kehrt und lag allein, thränenlos, ſelbſt wie ein Begrabener auf dem Sopha. Da geht die Thür auf und der Doctor tritt herein. Bis dahin hatten meine Leute Niemand zu mir laſſen dürfen, als Mannsfeld und John Meier. Nun erzwang er ſich den Eingang. Wie er mich liegen ſah, ſtürzte er mit unterdrücktem Aufſchrei neben mich hin auf die Kniee und weinte auf meine Hand ſtrömende Thrä⸗ nen. Ich fand ſie auch endlich wieder; ich neigte mich über ihn hin und umarmte ihn. Dann er⸗ hob ich mich und gab ihm den Brief, und der ſtarke Menſch bebte bis in die Fußſpitzen, während er las. Er wollte ſprechen, aber wie er mich an⸗ ſah, mußte er wiſſen, daß Alles geſagt war. Er ſtürzte an meinen Hals, ich küßte ihn auf den Mund und ſetzte mich dann neben ihn vor ihre Staffelei. So verbrachten wir zuſammen, ohne Je⸗ mand ſonſt hereinzulaſſen, den übrigen Tag in ihrem
Zimmer. Als er Abends ging, bat ich ihn, den
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