Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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6.

Uachdem Ephraim ſeine Zeichnung vollendet hatte, küßte er die blaſſen Lippen des Todten, und legte die Hülle wieder über den Kopf. Darauf ver⸗ ſchloß er ſeine Mappe, Cvelinens Bild und die Handſchrift des Mönchs in ſeinen Bücherſchrank, öffnete das auf das Thal gehende Fenſter, und ſtieg hinaus in die friſche Nachtluft, um ſeinen Geiſt aus beengenden Verhältniſſen in den weiten Raum der Natur zu flüchten. Er klimmte den Abhang hinab bis an den Fluß im Thale, und folgte ſeinem Lauf, gleichgültig wohin er ihn führe, wenn ihn nur jeder Schritt von ſeiner Gemeinde entfernte, wo ihm Bekehrungsverſuche und das qualvolle Beerdigungsceremoniell bevorſtanden, mit⸗ ten unter Menſchen, die vor ihm wie vor einem Peſtkranken zurückſchauderten. Die Ohnmacht, mit der er dem Wahn eines ſo geringen Häufleins