Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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chern geleitet, wie ſie dir zufällig in die Hand gerathen wären, hätteſt du wahrſcheinlich den Weg eingeſchlagen, welchen die meiſten Denker im Kampf zwiſchen den Anforderungen ihres Verſtandes und der Unantaſtbarkeit der religiöſen Ueberlieferung gegangen. Sie quälten ſich mit dem unverrück⸗ baren Wort, und ſuchten ihm ihre eigenen Ge⸗ danken zu unterſchieben. Dieſes Zwitterding von alter kindlicher Einfalt und verkapptem Unglau⸗ ben macht einen widerwärtigen Eindruck, etwa wie eine mit Farbe übertünchte Antike. Die mei⸗ ſten dieſer Köche, welche den alten Kinderbrei ihrer erwachſenen Zeit mundgerecht machen wollten, ließen ſich theils von der Furcht vor der zeitlichen Gewalt der Kirche leiten, theils von jenem ab⸗ ſcheulichen Gedanken eines menſchenverachtenden Spötters:Man müßte einen Gott erfinden, wenn er nicht exiſtirte.

Und welchen Weg willſt du mich führen? rief Ephraim mit wachſender Spannung.

Einen redlichen naturgetreuen Weg, erwiederte der Mönch mit erhabenem Ernſte,den Weg jener wenigen Geiſter, die mit der vulkaniſchen Kraft des Selbſtbewußtſeins den laſtenden Schutt der