Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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Der Veteran. 285

ein Ende. Dazu kam, daß unſere Waffenbruͤder auch im Uebrigen eines Sinnes waren; ſie ſchimpften in zweiſtimmigem Chor auf die Regierung, welche ſie auf Avancement warten ließ, und vergaßen dabei, daß es Maͤnner giebt, welche die Natur beſtimmt hat, auf untergeordneten Stellen ſtehen zu bleiben, weil es ih nen zu hoͤheren an Faͤhigkeit mangelt, und es ein Ungluͤck fuͤr ſie waͤre, weiter befoͤrdert zu werden. Und was die zwei Hauptpunkte betrifft, worin auch die beſten Freunde oft abweichen, naͤmlich Religion und Politik, ſo lief Philipp ſo wenig als Tobias Gefahr in ihren Meinungen gegen einander anzukaͤmpfen, da ſie beide dafuͤr hielten: Politik ſey Betrug und Reli⸗ gion Heuchelei.

Unſere Freunde wußten ſich uͤbrigens im Staͤdt chen ein gewiſſes Gewicht zu geben, und wurden all⸗ gemein hoch geachtet, welches um ſo verdienſtlicher war, da Beide zuſammen taͤglich nicht mehr als eine Krone auszugeben hatten; ihr Geheimniß beſtand aber darin, daß ſie nicht mehr ausgaben, als ſie einnah⸗ men. Das Gegentheil klingt faſt wie ein paradoxer Satz, wie ein Irish-Bull, nicht nur im Ausdruck, ſondern auch in der Praxis.

Philipp ſtellte mich ſeinem Freunde foͤrmlich vor. Ich fand in ihm einen derben gutmuͤthigen Nord⸗ Englaͤnder mit einem Stelzbein, einer ungefaͤhren

it Kenntniß desjenigen Theiles der Welt, in welcher er