Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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56 Sltizzen aus Belgien.

glaubt, es muͤſſe ihm alles gelingen, und es waͤre unrecht, ſelbſt bei Schwierigkeiten, ſich nach der Huͤlfe Anderer umzuſehen. Uebrigens fuͤrchtete er, es koͤnne dieſer Mann vielleicht ein Betruͤger ſeyn, der den Fremden aufpaße, um unter falſchen Androhungen von Gefahr und eitlen Beiſtandsverſprechungen, Geld von ihnen zu erpreſſen.„Gehen Sie nur!» ſagte daher der Amerikaner; Jener aber erwiederte:«Das wird Sie gereuen.”»

Im Gaſthofe wartete ſein Freund auf ihn, und nach kurzem Ueberlegen erzaͤhlte er dieſem alles was vorgegangen war, von dem Augenblicke an, wo jener ſich aus der Kirche entfernt, bis dahin wo er ſelbſt nur noch die geheimnißvolle Nonne darin zuruͤck gelaſſen.

Als der Freund dieſes Bekenntniß hoͤrte, fuͤhlte er vielleicht anfangs ein leichtes Aufwallen von Eifer— ſucht und Neid uͤber das beſſere Gluͤck ſeines Gefaͤhr⸗ ten; da ſie ſich aber ſehr lieb und gegenſeitig verſpro⸗ chen hatten, einander bei ihren verſchiedenen Aben⸗ teuern nicht in den Weg zu treten, ſo ging dieſes Gefuͤhl ſehr ſchnell voruͤber, und ließ bloß Beſorgniß fuͤr die voͤllige Sicherheit ſeines Freundes zuruͤck.

Das ganze Anſehn der Sache gefiel ihm nicht. Es lag, wenn Wahrheit dabei vorwaltete, zu viel ro⸗ maneskes darin, und war es Vorwand, zu viel Heim⸗ lichkeit, um ſeinem ruhigen Temperamente und regel⸗