Pational⸗Züge.
Waͤhrend ich ſo von der Hitze und jenem An⸗ drang von Empfindungen, die ich eben zu beſchreiben verſuchte, gedruͤckt, fortwanderte, bemerkte ich, daß ſich ein ſehr bedeutendes, aber allerdings hoͤchſt gemeines Gefuͤhl in Geſtalt eines gewaltigen Anfalls von Hun⸗ ger meiner bemächtigt habe. Zu rechter Zeit zeigte ſich mir da ein Haus an der Straße mit einer brei⸗ ten Ankuͤndigung, daß nichts Geheimes darin ſey, ſondern alle Eintretende zu jeder Zeit dies Heiligthum entweihen koͤnnten. Ein gut gemaltes Schild uͤber der Thuͤre ſprach dies deutlich in den Worten aus:
Hier verkoopt men dranken En logiert men de voet en te peerd.
Wenn, dachte ich, das Logis ſo gut iſt wie das Schild, ſo kann ſich ein muͤder Wanderer in dieſer Huͤtte recht fein erholen; wer moͤchte aber wol nicht lieber alles andre als ein Schenkwirth ſein? Ein Sklave jedes Voruͤbergehenden, deſſen haͤusliches Innerſte dem ge⸗ meinſten Burſchen offen ſteht, der den Staub von den Schuhen auf der Schwelle abſchuͤttelt?


