Teil eines Werkes 
33.-36. Bändchen (1850)
Entstehung
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und bei dem Dritten, den ich zu meinen Füßen nieder geſtreckt hätte, wäre ich von den Frauen angebetet.

Ja, das iſt ein Entſchluß, den ich zu faſſen habe, und dem Graf de la Fore ſelbſt wird nicht widerſtre⸗ ben. Iſt er nicht in der Mitte ſeiner Jugend geprüft

woorden, wie ich geprüft worden bin? Hat er nicht die

Liebe durch die Trunkenheit erſetzt? Er hat es mir oft geſagt. Warum ſollte ich nicht die Liebe durch das Vergnügen erſetzen?

Er hatte ſo viel gelitten, als ich leide, mehr vielleicht noch! Die Geſchichte eines Menſchen iſt alſo die Geſchichte aller Menſchen: eine mehr oder minder lange, mehr oder minder ſchmerzliche Prüfung! Die Geſchichte der ganzen Menſchheit iſt alſo nur ein lan⸗ ger Schrei!

Was liegt aber dem, der leidet, an den Schmer⸗ zen anderer Menſchen? Mildert die offene Wunde in einer andern Bruſt die gähnende Wunde in der unſe⸗ rigen? Stillt das Blut, das an unſerer Seite fließt, unſer Blut? Vermindert die allgemeine Herzensangſt die Bangigkeit der Einzelnen? Nein, Jeder leidet für ſich, Jeder kämpft mit ſeinem Schmerz, Jeder weint ſeine eigenen Thränen.

Und überdies, was iſt bis jetzt das Leben für mich geweſen? Eine kalte, unfruchtbare Arena, auf der ich immer für die Anderen und nie für mich ge⸗ kämpfi habe.

Bald für einen König, bald für ein Weib.

Der König hat mich verrathen, das Weib hat mich verachtet.

SOhl! Unglücklicher!... Die Weiber! Koͤnnte ich nicht alle das Verbrechen von einem derſelben büßen laſſen?

Was iſt hiezu erforderlich? Kein Herz mehr ha⸗

ben, oder vergeſſen, daß man eines gehabt hat; ſtark

ſein ſelbſt gegen die Schwäche; immer daraufdrücken, ſelbſt wenn man es brechen fühlt.