Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1848)
Entstehung
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Kommt, mein Ehrwürdiger, ſprach Mazarin nach einem letzten Blick in den Bettgang,kommt und er⸗ leichtert mich.

Das iſt meine Pflicht, Monſeigneur, erwiederte der Theatiner.

Setzt Euch zuerſt bequem, denn ich will mit einer allgemeinen Beichte beginnen; Ihr gebt mir ſodann eine gute Abſolution, und ich werde mich ruhiger fühlen.

Monſeigneur, erwiederte der Ehrwürdige,Ihr ſeid nicht ſo krank, daß eine allgemeine Beichte noth⸗ wendig wäre, und überdies iſt das zu ſehr ermüdend ... nehmt Euch alſo in Acht.

Ihr nehmt an, ſie werde lange währen, mein Ehrwürdiger?

Wie ſollte ich glauben, es könnte anders ſein, wenn man ſo vollſtändig gelebt hat, wie Eure Emi⸗ nenz? Ah! das iſt wahr... Ja, die Erzaͤhlung kann lang werden.

Die Barmherzigkeit Gottes iſt groß, näſelte der Theatiner. 8

Hört, ſprach Mazarin,ich fange an, ſelbſt dar⸗ über zu erſchrecken, daß ich ſo viele Dinge zugelaſſen habe, welche der Herr mißbilligen dürfte.

Nicht wahr? ſagte naiv der Theatiner, indem er von der Lampe ſein Geſicht, das ſo fein und ſpitzig war, wie das eines Maulwurfs, entfernte.Die Sünder ſind ſo: Anfangs vergeßlich und dann bedenklich, wenn es zu ſpät iſt.

Die Sünder? ſagt Ihr mir dieſes Wort mit Iro⸗ nie, und um mir alle die Genealogien vorzuwerfen, die ich auf meine Rechnung habe machen laſſen?... ich, eines Fiſchers Sohn? 3 8

Hm! machte der Theatiner.

Das iſt eine erſte Sünde, mein Ehrwürdiger, denn ich habe es am Ende geduldet, daß man mich von alten römiſchen Conſuln abſtammen ließ. T. Geganius