Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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bleibt aber ſtets bereit mich eben ſo zu behandeln wie meine Geſchenke.

Und er ſchläft nicht? er geht nie aus?

Vor zwei oder drei Wochen war er einen Abend und eine Nacht abweſend; ich hoffte, er würde nicht wieder kommen, aber er hat ſich wieder ein⸗ gefunden. 1

Und ſeitdem?

Hat er ſich nicht mehr geregt; dieſer verdammte Hund muß doppelt ſehen.

Ich glaube vielmehr, antwortete Louville, daß Ihre Thereſe ein weit feineres Mädchen iſt, als Sie denken, und daß ſie dieſen Hund zu dem Manöver abgerichtet hat, das Ihren Plan ver⸗ eitelt.

Dem ſei nun wie ihm wolle, meine Geduld iſt zu Ende, mein Lieber, und wahrhaftig, ich bin ſehr nahe daran die Partie aufzugeben.

Sie hätten Unrecht.

Bei Gott, ich möchte Sie einmal an meinem Platz ſehen.

Der Chevalier lauſchte mit beiden Ohren.

An Ihrem Platz, mein lieber Gratien, ant⸗ wortete Louville,würde Mamſell Thereſe ſchon ſeit vierzehn Tagen Knöpfe an meine Flanellweſte nähen, und heute Abend ließe ich ſie mit den Herrn Unterlieutenants ſoupiren, um vor Euch Allen zu erproben, wie viel Champagner eine an eitel Waſſer gewöhnte Griſette ſchlürfen kann, ohne un⸗ ter den Tiſch zu rollen.

Der Chevalier ſchauderte, ohne zu wiſſen warum.