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ſo gewaltigen Eindruck auf den Chevalier gemacht hatte, er war es mit ſeinen langen ſeidenen Ohren, die ſo cokett ſeine Schnauze umrahmten; er war es mit ſeinem ſchwarzen glänzenden Fell und ſeinem federbuſchartigen Schwanz.
Es war um ſo weniger daran zu zweifeln, als das Thier, wie von einem magnetiſchen Faden zu Herrn de la Graverie hingezogen, umkehrte, den Chevalier erkannte, auf ihn zulief und die aus⸗ drucksvollſten Liebkoſungen an ihn verſchwendete.
Aber in dieſem Augenblick drehte ein junges Mädchen, welches der Chevalier nicht im Mindeſten beachtet hatte, ſich um und ließ den einzigen Ruf vernehmen:
„Black!“
Das Thier that einen Sprung, und ohne auf den Chevalier zu hören, der ſich jetzt heiſer ſchrie: „Black! Black! Black!“ kehrte es in geſtrecktem Lauf zu dem jungen Mädchen zurück. Der Cheva⸗ lier blieb wüthend ſtehen und ſtampfte mit dem Fuß. Trotz ſeiner Harmloſigkeit war es ihm zu Muthe, als ob ein Sauerteig von Haß und Eifer⸗ ſucht in ſeinem Herzen gegen dieſes junge Mädchen gährte, das die einzigen Augenblicke der Befriedi⸗ gung, welche er ſeit vierzehn Tagen gehabt hatte, abkürzte.
Aber inmitten ſeines Aergers empfand er ein lebhaftes Gefühl der Freude. 3
Er hatte die Gewißheit, daß ſein Wachtelhund Eibin er war kein phantaſtiſcher Hund wie Fauſts
udel.
Ueberdieß wußte er ſeinen Namen: er hieß Black⸗


