248
Der Chevalier ſtand blaß, mit ſtarren Augen und ausgeſtreckten Armen da.
Er hatte ſo eben hundert Schritte von ſich mitten im Gewühl einen ſchwarzen Hund geſehen, der ſei⸗ nem Wachtelhund aufs Haar glich.
Er wollte ſeine Schritte beſchleunigen, um zu ihm zu gelangen, allein das Gewühl war in dieſem Augenblick ſo dicht, daß die Ausführung ſeiner Ab⸗ ſicht ſehr ſchwer hielt. 7
Die ſchönen Damen ſchleuderten dem Männlein, das die Harmonie ihrer Toiletten ſtörte, zornige Blicke zu; die Griſetten verſchonten ihn nicht mit ihren Spöttereien, und einige Offiziere, die er geſto⸗ ßen hatte, riefen ihm in herausforderndem Tone nach:
„He da, lieber Mann, geben Sie doch Acht, was Sie thun!“
Aber um all dieſe Klagen, all dieſe Spöttereien, all dieſe Drohungen bekümmerte ſich der Chevalier nicht im Geringſten, ſondern fuhr fort ſich ſeinen Weg zu bahnen, den Schiffan gleich, die eine ſchäu⸗ mende und brauſende Furche hinter ſich laſſen.
Unglücklicher Weiſe glitſchte, wenn er näher kam, das Thier ſeines Verlangens wie eine Schlange zwiſchen den Beinen der Männer durch, rieb ſich an den Röcken der Damen und Griſetten, lief immer weiter, und in dieſem Steeple⸗Chaſe drohte der Vortheil nicht auf Seiten des Chevalier zu bleiben, wenn er ſich nicht auf einmal in eine Nebenallee des Walles geworfen hätte und ein paar Dutzend Schritte förmlich gelaufen wäre, ſo daß er auf gleiches Niveau mit dem Vierfüßler gelangte.
Es war wirklich der Wachtelhund, der einen


