Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Die Sonne des folgenden Tags fand Herrn de la Graverie beinahe krank von der Ermüdung die⸗ ſer zweiten Nacht; die Martern ſeiner Einbildungs⸗ kraft hatten einen ſolchen Charakter angenommen, daß ſein noch etwas unbeſtimmter Wunſch von ge⸗ ſtern, Beſitzer des Wachtelhundes zu werden, ſich in einen entſchiedenen Willen verwandelt hatte ihn wieder aufzufinden und ſich um jeden Preis anzu⸗ eignen. Gleich Wilhelm von der Normandie wollte Herr de la Graverie ſeine Schiffe verbrennen; er beſchickte den Schreiner, und im Angeſicht Marian⸗ nes, ohne ſich um ihre zum Himmel gehobenen Arme und ihre Ausrufungen zu bekümmern, beſtellte er eine prächtige Niſche für ſeinen künftigen Tiſch⸗ genoſſen; dann ging er aus unter dem Vorwand eine Kette und ein Halsband zu kaufen, in Wirk⸗ lichkeit aber um dem Zufall, der ihm den erſehnten Hund zurückführen ſollte, Gelegenheit zu bieten.

Dießmal beſchränkte er ſich nicht wie geſtern auf eine rein zuwartende Rolle; unbekümmert um das Gerede der Leute, zog er förmliche Erkundi⸗ gungen ein, ließ in beide Journale des Departe⸗ ment eine Annonce einrücken und bedeckte alle Stra⸗ ßenecken mit Anſchlägen.

Alles vergebens: der Hund war wie ein Me⸗ teor erſchienen und wieder verſchwunden. Niemand vermochte den mindeſten Aufſchluß über ihn zu er⸗ theilen. In einigen Tagen wurde Herr de la Gra⸗ verie mager wie ein Nagel und gelb wie eine Spielmarke; er nicht mehr, oder wenn er, war es nur eine mechaniſche Verrichtung, er nahm Fettammern für Lerchen, ja er verweihſelte ſogar