Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Marianne gedachte ihre Revanche zu nehmen und ihrem Herrn tüchtig den Kopf zu waſchen, wie ſie zwei oder drei Nachbarinnen verſprochen hatte.

Aber im Augenblick, wo ſie den Mund öffnen wollte, rief der Chevalier ſie barſch an:

Was machen Sie hier?

Sie ſehen es ja, Herr, antwortete Marianne verblüfft,ich warte auf Sie.

Der Platz einer Köchin iſt nicht an der Haus⸗ thüre, ſagte der Chevalier mit Nachdruck,ſondern in ihrer Küche und neben ihrem Herd.

Indem er dann die Luft beroch, die aus dem Laboratorium, wie die Chemiker und die großen Köchinnen zu ſagen pflegen, kam, fügte er hinzu:

Nehmen Sie ſich wohl in Acht, daß Sie mir kein verbranntes Mittageſſen bringen; Ihr Früh⸗ ſtück von heute früh war den Teufel Nichts nutz.

Ah, ah, machte Marianne, indem ſie ganz betreten in ihre Küche zurückſchlich,es ſcheint, ich habe mich getäuſcht und er hat es dennoch bemerkt. Verliebt iſt er offenbar nicht... aber wenn er nicht verliebt iſt, was zum Teufel hat er denn?

XVIII.

Wo Marianne über das gedankzenvolle Weſen des Chevalier Gewißheit erhält.

Der Chevalier haſtig, fand Alles ſchlecht, ſtieß Marianne herum, ging am Abend nicht aus und hatte eine Nacht, die beinahe eben ſo ſchlecht und qualvoll war wie die letzte.