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Je mehr die Zeit verſtrich, um ſo mehr fürch⸗ tete er, der Hund möchte nicht wieder erſcheinen. Ohne Zweifel war es ein Zufall und nicht ine tägliche Gewohnheit, was den Hund an dieſen Ort geführt hatte: der Chevalier, der tagtäglich dahin kam, hatte ihn noch nie geſehen.
Nach dieſem vierſtündigen Warten war der Che⸗ valier ſo feſt entſchloſſen den Hund, wenn er wie⸗ der erſchiene, mitzunehmen, daß er, falls das Thier nicht wie geſtern gutwillig folgen ſollte, bereits ſein Schnupftuch zu einem Strick zuſammengedreht hatte, den er ihm um den Hals werfen wollte.
Es war vergebens: der Chevalier hörte fünf Uhr ſchlagen, ohne den Wachtelhund zu erblicken oder irgend ein anderes Thier zu ſehen, das er einen Augenblick für ihn zu halten den Troſt ge⸗ habt hätte.
Der Chevalier beſchloß ihm noch ein Gnaden⸗ halbſtündchen zu geben, und zwar, was auch Ma⸗ rianne, die ihn ſonſt täglich Schlag vier Uhr nach Hauſe kommen ſah, ſagen und denken mochte.
Um halb ſechs war die Promenade gärzlich verödet.
Voll Aerger dachte jetzt der Chevalier zum er⸗ ſten Mal an ſein Diner, das ſeit fünf Uhr auf ihn wartete und, wenn es ſchon auf dem Tiſch ſtand, kalt, wenn es am Feuer ſtand, verbrannt ſein mußte..
In ſehr übler Laune ſchlug er den Rückweg nach ſeinem Hauſe an.
Am Ende der Straße erblickte er von ferne Ma⸗ rianne, die ihn auf der Thürſchwelle erwartete.
Dumas, Black. I. 16


