Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Und um ſich zu entſchuldigen, hatte Herr de la Graverie zu ſich ſelbſt geſagt:Im Ganzen iſt es ja doch nur ein Hund.

Und er hatte ſeinen Kopf ſchüttelnd hinzuge⸗ ügt:

Ich bin weder alt noch jung genug um, nach⸗ dem ich meinesgleichen abgeſagt habe, irgend einem Thier einen Brocken von meiner Zuneigung zukom⸗ men zu laſſen.

Dann hatte er die Hand nach dem Platz aus⸗ geſtreckt, wo er das Häuschen für den Wachtelhund zu bauen beſchloſſen, und zu ſich ſelbſt geſagt:

Sobald ich einmal gegen dieſen Hund erfüllt haben werde, was ich ihm zu ſchulden glaube, ſo kann er verloren gehen oder ſterben, ohne daß ich mich im Mindeſten um ihn bekümmere. Wenn mir ein Hund nothwendig geworden iſt, was ich läugne, ſo brauche ich ihm ja dann nur einen Nachfolger zu geben. Betrachten wirs einmal genau, liegt denn ein Treubruch gegen meine Schwüre darin, wenn ich der Eintönigkeit eine unſchuldige Zer⸗ ſtreuung entgegenzuſtellen ſuche? Ohnehin habe ich mich, als ich mich zu dieſem einſamen Leben ent⸗ ſchloß, nicht zu einem Zuſtand der Sclaverei ver⸗ dammen wollen, der hundertmal ſchlimmer wäre als die Galeeren. Nein, daß dich der Has beiß! hun⸗ dertmal nein!

Und bei dieſem Schwur, welcher den Zuſtand der Erbitterung anzeigte, wobei er angelangt war, richtete der Chevalier de la Graverie ſich auf, um zu ſehen, ob Jemand ſich erlauben würde einer andern Meinung zu ſein. 4