237
ten, aus ſeinem Hirn zu entfernen, ſo beſchäftigte ihn das Thier nichtsdeſtoweniger fortwährend; er dachte zwar an daſſelbe nur noch, wie man an eines der untergeordneten Weſen der Schöpfung denkt, aber er dachte an nichts Anderes als an das Thier.
Ah, wahrlich dieſer Hund glich nicht allen Hun⸗ den: aus dem Wenigen was der Chevalier von ihm geſehen, aus der kurzen Zeit die er ihn beobachtet, hatte er die Ueberzeugung geſchöpft, daß der Wach⸗ telhund eine Menge ausgezeichneter und beſonderer Eigenſchaften beſitzen müſſe, welche der Chevalier, wenn er die Sache genau überlegte, auf der ehr⸗ lichen Phyſiognomie des Thieres geleſen zu haben ſich erinnerte.
Vergebens verſchanzte ſich alſo der Chevalier als ſyſtematiſcher Egoiſt hinter ſeinen früheren Beſchlüſ⸗ ſen; vergebens rief er ſeine Schwüre zu Hilfe; ver⸗ gebens ſagte er ſich laut, daß er geſchworen habe ſein Herz keinem Weſen hienieden, ob nun zwei⸗ händig, ob vierfüßig oder geflügelt, zu öffnen; ver⸗ gebens ſtellte er ſich die tauſend Unannehmlichkeiten vor, welche die in ihm aufkeimende Neigung zu die⸗ ſem Thier unbeſtreitbar haben würde.
Man hat geſehen, zu welchem Entſchluß der
Chevalier gelangt war.
Er dachte an eine Wohnung für den Hund, und zwar nicht unter einem der Schoppen, nicht in einem der Ställe, nicht in einem der beſtehenden Gebäude.
Er ſuchte einen Platz für denſelben, und zwar wohlverſtanden, den beſten; er wollte ihm ein Häus⸗ chen erbauen laſſen, wo er es vollkommen behag⸗ lich hätte. 1


