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Aber allmählig ſtellte ſich ſeine Erinnerung wieder ein, und je ſtärker ſie ſich geltend machte, um ſo mehr floh der Schlaf.
Der Chevalier entſann ſich jetzt auf Alles bis in die kleinſten Einzelheiten, von dem Huhne von Mans an bis zu dem Donnerſchlag. Nun horchte er, ob die Stille der Nacht nicht durch das Geheul des Hundes geſtört würde.
Alles war ruhig.
Hatte er nicht überdieß in demſelben Augenblick, wo er ſich von dieſer electriſchen Erſchütterung ge⸗ troffen fühlte in Folge deren ſein Arm noch erſtarrt war, den Hund voll Angſt entfliehen geſehen?
Er war alſo befreit von dieſem Thiere, das ſich ſo hartnäckig wie ein Geſpenſt erwieſen hatte.
Aber war dieſes Thier nicht auf eine ſeltſame Art mit den einzigen Erinnerungen die ihm theuer waren, mit dem Tod ſeines Freundes Dumesnil verkettet?
Dieß alles war ſehr ſtark und ſehr rührend für den Chevalier, deſſen Leben ſeit acht oder neun Jahren glatt wie die Oberfläche eines Sees dahin⸗ gefloſſen war, ſeit geſtern aber ſich in einen ſtürmi⸗ ſchen Strom verwandelt zu haben ſchien, der un⸗ willkührlich nach einem furchtbaren Falle hin, ſo ſchrecklich wie der Rhein⸗ oder Niagarafall, fortge⸗ riſſen wurde.
In dieſem Augenblick that die Uhr einen Schlag.
Es konnte eine beliebige halbe Stunde oder auch Ein Uhr Morgens bedeuten.
Der Chevalier konnte aufſtehen, ein Zündhölz⸗ chen anzünden und ſehen.
Dumas, Black. I. 15


