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ſchrei aus und entfloh, der Chevalier aber, von einer electriſchen Erſchütterung getroffen, welche von der Hand, die das Eiſen des Drehriegels berührt hatte, in ſeinen ganzen Körper überging, taumelte hinter ſich und fiel rücklings und bewußtlos am Fuß ſeines Bettes nieder.
XVII. Hallucination.
Als der Chevalier wieder zu ſich kam, war das
Gewitter vorüber, es war ſtockfinſtere Nacht und es herrſchte gänzliche Stille. Eine Zeitlang wußte er nicht was geſchehen war; er erinnerte ſich an Nichts und konnte nicht errathen, wie es gekommen war, daß er in einer ſchon ſehr kalten Herbſtnacht im bloßen Hemd unter ſeinem Bette lag.
Er fühlte ſich ganz erſtarrt, in ſeinen Ohren rauſchte es wie das ferne Getöſe eines Waſſerfalls.
Er richtete ſich tappend auf ſeine Knie auf, fühlte ſein Bett in Bereich ſeiner Hand, ſtieß einen tiefen Seufzer aus und ſchwang ſich mit unerhörter Anſtrengung auf ſeine Pyramide von Matrazen.
Hier fand er ſeine Tücher noch warm— ein Beweis daß ſeine Ohnmacht nicht lange gedauert hatte— und ſeine Eiderdunen halb hinabgefallen.
Er ſchlüpfte mit einem Gefühl unendlichen Wohlbehagens zwiſchen ſeine Tücher, zog ruhig ſeine Eiderdunen auf ſich her, knäuelte ſich zuſammen um deſto ſchneller wieder warm zu werden, und verſuchte es wieder einzuſchlafen.


