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Verwandtſchaft zu einander und kommen nicht aus demſelben Maule.
Der Chevalier verkroch ſich noch tiefer in ſein Bett.
Das Gewitter fuhr noch furchtbarer zu toben fort.
Der Wind ſchüttelte das Haus, als wollte er es entwurzeln. Zum zweiten Mal ließ ſich das Geheul kläglich, unheimlich, lange andauernd ver⸗ nehmen.
Dießmal konnte der Chevalier nicht widerſtehen; dieſes Geheul ſchien ihn mit Gewalt aus dem Bette zu ziehen; er ſtand alſo auf, und obſchon Vorhänge, Fenſter und Jalouſien geſchloſſen waren, ſo gab doch der Wiederſchein der Blitze, die ununterbrochen auf einander folgten, Helle genug.
Wie von einer übermächtigen Gewalt getrieben, wankte der Chevalier auf das Fenſter zu, hob den Vorhang in die Höhe und ſah durch die Zwiſchen⸗ räume der Jalouſien hindurch den unglücklichen
Jachtelhund auf derſelben Stelle ſitzen, unter Regen⸗ güſſen, bei welchen ein Hund von Granit hätte zer⸗ ſchmelzen können.
Jetzt bemächtigte ſct inniges Erbarmen des Chevalier. 3
Ueberdieß ſchien es i ,, als ob in dieſer Beharr⸗ lichkeit eines Hundes, den er zum erſten Mal ſah, etwas Uebernatürliches läge.
Mechaniſch griff er nach dem Drehriegel des Fenſters, um es zu öffnen; aber in demſelben Au⸗ genblick krachte ein Donnerſchlag, wie er noch nie einen gehört hatte, juſt über ſeinem Kopfe, die Finſterniß ſpaltete ſich, eine Feuerſchlange ziſchte
durch die Luft, der Hund ſtieß einen gellen Angſt⸗


