Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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oder irgend etwas Anderes was die Stelle Ihres Geflügels vertreten kann.

Aber ganz ſicherlich war der Wachtelhund noch vor der Thüre, und der Chevalier wollte ihn nicht den Brutalitäten Mariannes preisgeben.

Er begnügte ſich alſo zu antworten:

Bah! was macht Das? Ein ſchlechtes Diner, das iſt ja bald vorbei.

Dieſe Philoſophie lag ſo wenig in den Gewohn⸗ heiten des Chevalier, daß Marianne, die ſich im Gegentheil täglich die ängſtlichſten und kleinlichſten Bemerkungen ihres Herrn gefallen laſſen mußte, ganz verblüfft daſtand.

Ah, brummelte ſie,ſo antworteſt Du mir; ſchon gut, ſchon gut; man wird ſich alſo nicht geniren.

Und Marianne ging gedemüthigt in ihrem Stolz und mit dem entſchiedenen Vorſatz ſich zu rächen in ihre Küche zurück.

Aber auf der andern Seite glaubte ſich der Che⸗ valier, theils wegen des Huhns das er dem Wach⸗ telhund auf Koſten ſeines eigenen Mahles octroyirt, theils wegen des Streites den er ſo eben mit Ma⸗ rianne gehabt habe, jeder neuen Aufmerkſamkeit gegen das Thier entbunden.

Ohne an das Fenſter zurückzukehren, ſetzte er ſich alſo in ſeinen Lehnſtuhl, bis Marianne ſeine Thüre öffnete und in poſſenhaftem Ton zu ihm ſagte:

Das Diner iſt aufgetragen.

Dieſe Meldung wurde regelmäßig um fünf Uhr Abends gemacht.