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rugn ſeiner augenblicklichen Stimmung und mit ſeinem Schuldbewußtſein erkannte der Chevalier ohne Mühe die Stimme Mariannes.
Er ſchloß raſch ſein Fenſter und entriegelte eilig ſeine Thüre.
Es war wirklich Marianne, die bei Entdeckung des Geflügelraubes Wehklagen ausſtieß, wie wenn das ganze Haus abgebrannt wäre.
Der Chevalier hielt es fürs Beſte der Gefahr entgegenzulaufen oder ſie ſogar auf ſein eigenes Haupt heranzuziehen.
Wenn Marianne zufällig an die Hausthüre ging und den Hund noch am Gerippe des Huhnes nagend fand, ſo war ihr Alles klar.
Wenn der Chevalier dagegen ſie auch nur fünf Minuten beſchäftigte, ſo war es ganz gewiß, daß bei der Art wie der Wachtelhund arbeitete in fünf Minueen ſelbſt die letzten Trümmer des Hundes ver⸗ ſchwunden ſein mußten..
Vielleicht blieb aber dann der Hund ſtehen, vielleicht leckte er ſeine Schnauze und wartete auf einen andern Braten; aber jedenfalls ſprach der Hund nicht, und ſelbſt wenn er geſprochen hätte, ſo ſah er viel zu geſcheidt aus, um Marianne ſeine gaſtronomiſchen Beziehungen zu dem Chevalier de la Graverie mitzutheilen.
Von der Thüre ſeines Zimmers aus und oben an der Treppe, d. h. von einem Platze aus, wo er Alles beherrſchte, rief er alſo mit der Stimme des Gebieters:
„He, he, Marianne, was gibt es denn? und warum dieſen ſchrecklichen Lärm?“


