Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Nein, wahrhaftig nicht! Marianne ſagte: meine Küche.

Das Meſſer ſank Dieudonné aus den Händen und er blickte mit verzweiflungsvoller Miene um ſich.

In der Nähe der Thüre, auf einem hohen Brett außerhalb des Bereichs jedes Raubthiers bemerkte er ein Huhn, wovon er am Morgen nur einen Flügel gegeſſen hatte.

Abgeſehen von dem Flügel war der Braten alſo unberührt.

Es war ein prächtiges Maſthühnchen von Mans.

Offenbar beabſichtigte Marianne aus dieſen Ueber⸗ bleibſeln, die im höchſten Grad appetitlich, deren weißes fettes Fleiſch ſo prachtvoll gebräunt war und ſo weich in der Sauce lag, etwas ganz Aus⸗ gezeichnetss für das Diner des Chevalier herzu⸗ ſtellen.

Die Einbildungskraft des Chevalier genoß in wenigen Sekunden das faftige Hühnchen fricaſſirt, marinirt, en bayonnaise oder en mahonnaise(die Gelehrten ſind über dieſen Punkt culinariſcher Tech⸗ nologie uneinig) lauter kleinen Platten, zwar aller⸗ dings etwas gar zu winzig wie alle Platten zweiter Formation, aber der Chevalier war im höchſten Grad lüſtern darnach.

Sein Auge ſpähte daher in allen Ecken und auf allen Brettern herum, ob ihm nicht ein glücklicher Zufall andere Eßwaaren vorführe, die ſtatt des Hühnchens zu dem beabſichtigten Gebrauch dienen könnten.

Aber er mochte ſuchen ſo lang er wollte, er

fand Nichts..