Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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der Maire von Chartres, Herr Legardinois, ihr gemacht, um ſie aus dem Dienſte des Chevalier in ſeinen eigenen zu verlocken.

Nun war es wahrſcheinlich, daß Marianne, wenn der Chevalier unter ſolchen Umſtänden ſein majeſtätiſchesMachen Sie Ihre Rechnung wagte, ihre Rechnung wirklich machen und aus ſeinem Dienſt treten würde.

Der Chevalier hatte zwar die Sympathien ſeines Herzens überwunden, aber den Schrei ſeines Ma⸗ gens noch nicht.

Marianne war nicht die liebenswürdigſte, wohl aber die geſchickteſte Köchin, die es gegeben.

Deßhalb fürchtete er ſo ſehr, er möchte in der Küche mit ihr zuſammentreffen, deßhalb wurde ihm das Herz ſo leicht, als er bemerkte, daß ſie nicht da war.

Der Chevalier benützte dieſen Umſtand und ging raſch auf den Speiſeſchrank zu.

Der Speiſeſchrank war geſchloſſen.

Marianne war ein ſorgſames Madchen.

Er nahm jetzt ein Meſſer, ſteckte es zwiſchen die Schließkappe und den Schloßriegel und verſuchte den Schrank ohne den Schlüſſel zu öffnen.

Aber da bedachte er, was Marianne ſagen würde, wenn ſie in dieſem Augenblick zurückkäme und ihn auf offener That des Einbruchs in ſein eigenes Beſitzthum ertappte.

War es auch wirklich ſein eigenes Beſitzthum? Sagte Marianne auch nur ein einziges Mal: die Küche des Herrn Chevalier?