N=8ͤ—,
R NNòAͥ'—
211 ſehen begangen hatte, das er ſühnen mußte. So behauptete er einen ſeiner Freunde, Cleomenes von Thaſos, acht oder zehn Jahre nach ſeinem Tod in Geſtalt eines Hundes erkannt zu haben...“
Der Chevalier las nicht weiter; er ließ das Buch das ſo unmittelbar auf ſeine Gedanken geant⸗ wortet hatte fallen und ging ſchüchtern ans Fen⸗ ſter, um hinauszuſehen.
Der Hund war noch immer auf ſeinem Poſten, noch immer in derſelben Haltung, hatte noch immer ſeine Augen auf daſſelbe Fenſter geheftet, zwiſchen deſſen Vorhängen er ſelbſt hervorſchaute, und ſo⸗ bald er den Chevalier wieder zum Vorſchein kom⸗ men ſah, belebte ſich ſein Blick und er wedelte
freundlich mit dem Schwanze.
Dieſe Beharrlichkeit des Thiers harmonirte ſo vortrefflich mit den Gedanken, die das Gehirn des Chevalier bewegten, daß er an ſeine Vernunft ap⸗ pelliren mußte, um in ſeinem Zuſammentreffen mit dem ſchwarzen Hund nicht ein übernatürliches Er⸗ eigniß zu erblicken.
Beſchämt über ſeine abergläubiſchen Anwandlun⸗ gen, gequält von der ſeltſamen Sympathie, die er auf einmal für ſeinen Begleiter auf dem Spazier⸗ gang empfunden hatte, beſchloß er ein gemiſchtes Mittel anzuwenden, wodurch die Schwachheit ſeines Herzens gegen einen vagabundirenden Hund geſchont würde, ohne daß jedoch ſein Haus einen unwillkom⸗ men Gaſt erhielte. 1
Er ging raſch in die Küche hinab.
Marianne war abweſend.
Der Chevalier athmete; er hatte die Thüre
14*


