Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Aber auf halbem Weg hielt er inne.

Ach, es iſt doch gar zu dumm, murmelte er; mein armer Freund iſt todt und unglücklicher Weiſe ganz todt; Alles was ich als Chriſt glauben kann, iſt, daß Gott ihn in ſeiner Barmherzigkeit aufge⸗ nommen hat. Nein, das iſt abſurd! Ich bin heute zu viel gegangen; das Bad dieſer Marianne hat mir Fieber erregt und dieſer verdammte Hund hat mein Hirn geſtört. Weg, weg damit, denken wir nicht mehr an alles das.

Herr de la Graverie begab ſich nach ſeiner Bibliothek, und um nicht an Alles das, d. h. an den Capitän Dumesnil und den ſchwarzen Hund zu denken, ergriff er das erſte Buch das ihm in die Hand fiel, ſetzte ſich ſo breit als möglich in ſeinen Lehnſtuhl, ſtemmte ſeine Füße an den Kaminſimms, öffnete den Band aufs Gerathewohl und gerieth auf folgende Zeilen:

Keine geſchriebene Lehre iſt uns von dem Sy⸗ ſtem geblieben, das Pythagoras vortrug, aber nach den Ueberlieferungen, die bis zu uns gelangt ſind, kann man behaupten, daß er den Tod nur für die Materie annahm und keineswegs für das Lebens⸗ prinzip, das der Menſch bei der Geburt empfängt. Dieſes Lebensprinzip kann, da es unſterblich iſt, von dem Menſchen weder abgenützt noch verderbt werden; nur ging es in andere Weſen über, Weſen von derſelben Natur, wenn die Götter ein Leben voll Muth, Hingebung und Rechtſchaffenheit beloh⸗ nen zu müſſen glaubten; Weſen von geringerer Natur, wenn der Menſch in ſeinem irdiſchen Wan⸗ del irgend ein Verbrechen oder auch nur ein Ver⸗