Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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ſeinen eigenen Gedanken beantwortete,er kehre nur zu ſeinem Herrn zurück, und Marianne hätte hundert⸗ mal Recht gehabt, wenn ſie nicht ſo brüderlich zwi⸗ ſchen dem Hund und mir getheilt hätte. Wenn man alle vagirenden Hunde aufnehmen müßte, ſo würde ein fürſtliches Vermögen nicht ausreichen. Ueberdieß iſt dieſer Hund voll von Fehlern: er iſt gefräßig, und folglich muß er ſtehlen; er würde das Haus ausplündern und dann.... und dann.... will ich keine Thiere im Hauſe haben; ich habe mirs vorgenommen und ganz beſonders habe ichs Dumesnil verſprochen.

Damit kehrte der Chevalier zu ſeinem Lehnſtuhl zurück, wo er die Gewiſſensbiſſe, die ſich in ſeinem Monolog kundthaten, zum Schweigen zu bringen verſuchte, indem er ſich einer ſüßen Schlafſucht hingab.

Aber nun ging im Geiſte des armen Chevalier etwas Seltſames vor.

Als er ſich in ſeine Träumereien vertiefte, ver⸗ miſchten ſich die Gegenſtände, von denen er umge⸗ ben war, allmählig, um andern Platz zu machen; die Wände öffneten ſich und wurden getäfelt, durch⸗ ſichtig wie ein Käfig; eine milde, reine, von Wohl⸗ gerüchen ſchwangere Luft drang durch alle Oeffnun⸗ gen, und von allen Seiten her ſah man, wenn man in die Höhe blickte, einen reinen Himmel, wenn man den Horizont anſchaute, ein azurblaues Meer.

Ein unwillkürlicher Traum, eine magnetiſche Gewalt führte den Chevalier nach Papaeti zurück.

Er befand ſich gegenüber einer Matratze; eine gelbe Kerze brannte oben und unten am Bett; auf