Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

193

Vier oder fünf Tage verfloſſen noch, ohne daß das Meer ſich beruhigte; endlich aber eines Mor⸗ gens hörte ohne allen Uebergang die Bewegung des Schiffes plötzlich auf.

Dieudonné rief ſeinen Matroſen und fragte ihn um die Urſache dieſer Ruhe.

Der Matroſe antwortete, man befinde ſich auf der Rhede von Valparaiſo, und wenn der Chevalier aufſtehen wollte, ſo könnte er die Küſten von Chili ſo wie den Eingang in dieſes Thal ſehen, das ſo ſchön ſei, daß es den Namen Valparaiſo d. h. Thal des Paradieſes empfangen habe.

Der Chevalier erklärte, er würde aufſtehen; aber da Black und ſeine Mutter da waren, ſo be⸗ gann er vor allen Dingen damit, daß er ſeine ge⸗ wöhnliche Vertheilung von Brod und Fleiſch an die Alte, ſo wie von Zucker an das Junge machte.

Mitten in ihrem Mahl machte ein heftiger Pfiff die Alte auffahren; ſie hob den Kopf in die Höhe, zögerte aber.

Ein zweiter Pfiff, gefolgt von dem Namen Diana, machte allem Zögern ein Ende; offenbar von ihrem Herrn zurückgerufen, verſchwand die Alte ſammt ihrem Jungen.

Der Chevalier, der jetzt ſpürte, daß das Schiff ganz feſt war, dachte daran ſeine Toilette zu ma⸗ chen und auf das Verdeck zu ſteigen.

Es war die Sache von etwa einer halben Stunde.

Im Augenblick, wo ſein Kopf an der Lucke er⸗ ſchien, fuhr der Kahn von dem Schiffe ab, um den Paſfagier den man in Valparaiſo abſetzen ſollte ans Land zu bringen.

Dumas, Black. I. 3 13