Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Capitän lächelnd,ſo müſſen wir uns in dieſe furchtbare Trennung ergeben, mein armer Freund. Ach Herr, Herr, wehklagte Dieudonné.

Aber ich muß geſtehen, daß dieß eben ſo un⸗ wahrſcheinlich iſt, als meine Wiederauferſtehung.

Die Seelenwanderung? wiederholte Dieudonné mechaniſch.

Ja, die Seelenwanderung, in welchem Fall ich den lieben Gott auf beiden Knien bitten würde mir das erſte beſte Hundsfell anzuvertrauen, worin ich, gleichviel wo ich wäre, meine Kette zerreißen wollte, um wieder zu Dir zu kommen.

Dieſer an der Schwelle der Ewigkeit gemachte Scherz vermochte den Stoicismus im Herzen Dieu⸗ donnés nicht zu wecken; er ſchlug die Augen zum Himmel auf und preßte Dumesnil feſt in ſeine Arme.

Ei, ſo faß doch Muth, verſetzte der Letztere; wahrhaftig, man ſollte meinen, Du ſeieſt es der abfahren müſſe. Laß mich Dir doch, ſo lange ich noch die Kraft dazu habe, einen guten Rath geben bleibe hier, wenn Du kannſt, obſchon ich zweifle, daß Du Dich ohne mich ſehr amüſiren werdeſt.

O nein, nein, rief Dieudonné,wenn ich das Unglück habe Dich zu verlieren, ſo werde ich nach Frankreich zurückkehren.

Wie Du willſt, mein armer Freund; in dieſem Fall nimm meinen Leichnam mit; dieß wird Dir eine ſchmerzliche Zerſtreuung gewähren und es wird Dir vorkommen, als ſeieſt Du noch nicht ganz von mir geſchieden. Ich bin aus einer armen, ſehr traurigen, ſehr langweiligen Provinzſtadt, aus Char⸗

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