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Man ging ins Haus zurück; der Chevalier er⸗ griff die glühenden Hände ſeines Freundes, ohne ſich um etwas Anderes zu bekümmern, als um den Zuſtand, worin er ſich befand.
„Nun,“ fragte er,„wie befindeſt Du Dich?“
„Schlecht, ich habe ſchreckliche Schmerzen im Oberbauch.“
„Ich will Ihnen zu Ader laſſen,“ ſagte der Doctor.
Dann wandte er ſich an la Graverie mit den Worten:
„Chevalier, laſſen Sie dieſe Pflanze in einem Litre Waſſer ſieden.“
Der Chevalier gehorchte mit der Paſſivität eines Kindes und dem Eifer eines Krankenwärters.
Während dieſer Zeit verband der Doctor dem Patienten den Arm und ſetzte ſeine Lanzette in Be⸗ reitſchaft.
Die Adern des Arms ſchwollen an.
„Chevalier,“ ſagte der Doctor,„überlaſſen Sie die Bereitung des Trankes den Weibern und halten Sie den Napf.“
Der Chevalior gehorchte.
Der Doctor ſchlug die Ader an; aber es war bereits eine ſolche Störung im Organismus einge⸗ treten, daß kein Blut kam.
Er machte den Einſchnitt tiefer.
Dießmal kam das Blut, aber ſchwarz und be⸗ reits zerſetzt.
Einige Tropfen ſprangen dem Chevalier ins Geſicht.
Dumas, Black. I. 12


