Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Mein Herr, ſagte er zu ihm,ich wiederhole Ihnen, daß ich noch nicht alle Hoffnung aufgegeben habe. Es kann eben ſo gut eine Magenentzündung ſein, als das gelbe Fieber, und eine Magenentzün⸗ dung können wir mit Aderläſſen bewältigen.

Wer iſt denn dieſer Paſſagier, mit dem er ſo viel zu thun hatte?

Einer ſeiner Freunde.

Dumesnil hatte keinen andern Freund als mich, wie ich keinen andern Freund hatte als ihn, ſagte der Chevalier melancholiſch.

Gleichwohl, verſetzte der Doctor,haben ſie einander geküßt wie zwei Freunde, die hoch erfreut ſind ſich wiederzuſehen.

Und wie heißt dieſer Mann? fragte der Che⸗ valier.

Baron von Chalier, ſagte der Doctor.

Baron von Chalier, Baron von Chalier.... ich kenne dieſen Namen nicht. Ach, warum hat er nicht mich zu dieſem verdammten Baron von Cha⸗ lier geſchickt?

Ohne Zweifel, ſagte der junge Doctor mit Abſicht,weil er ſelbſt mit ihm zu ſprechen wünſchte, weil er wahrſcheinlich nicht wollte, daß Sie den Schritt erfahren ſollten, den er that, weßhalb ich Sie auch erſuche ihm kein Wort von meiner In⸗ discretion zu ſagen, da in ſeinem dermaligen Zu⸗ ſtand der geringſte Verdruß ihm tödtlich werden könnte.

Ach, mein Herr, ſeien Sie ruhig, ſagte der Chevalier, ſeine Hände faltend,ich werde ihm kein Wort ſagen.