Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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hören können, und wir möchten nicht dafür gut⸗ ſtehen.

Drei oder vier Monate nach dieſem Ereigniß, von welchem Dieudonné dem Capitän kein Wort geſagt hatte, fiel der Chevalier, als er mit ſeinem Freunde auf Seevögel Jagd machte und ſich un⸗ vorſichtig über den Nachen hinaus beugte, ins Meer.

Der Capitän ſtieß einen furchtbaren Schrei aus, warf ſchnell Camiſol und Weſte ab und wollte ſich ihm nachſtürzen.

Aber in dem Augenblick, wo er dieſen Act der Hingebung ausführen wollte, ſah er zu ſeinem großen Staunen, wie der Chevalier mittelſt eines kräftigen Fußſtoßes ins Waſſer auf die Oberfläche zurückkam und dann nicht wie eine rothgerockte Landratte, ſondern wie eine ehrliche Theerjacke mit geſpreitzten Armen zu arbeiten anfing.

Dumesnil war über dieſen Anblick ſo verblüfft, daß er nicht blos ſtumm, ſondern unbeweglich ſte⸗ hen blieb.

„Nun,“ ſagte Dieudonné,„reich mir doch die Hand, daß ich wieder in den Nachen ſteigen kann.“

Dumesnil reichte ihm die Hand; der Chevalier ſtieg wieder ein.

„Aber wo zum Tanie haſt Du denn ſchwim⸗ men gelernt?“ fragte ihn Dumesnil.

Dieudonné wurde bis über die Ohren roth.

„Ah, Duckmäuſer!“ ſagte der Capitän.

Dann fügte er unter lautem Lachen hinzu:

„Nun, Du mußt jedenfalls zugeben, daß dieß hier Schwimmmeiſter ſind, welche denen von De⸗ ligny nicht nachſtehen.“