Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

163

er den Frauen ſeine Anweſenheit verrathen, und ſo wagte er es nicht.

Hätte er ſeine Kleider die jetzt davon ſchwam⸗ men wenigſtens auf dem Rücken gehabt, ſo würde er kein Bedenken getragen haben ſich vor ihnen zu zeigen; denn ſie ſchienen ihm keine Göttinnen zu ſein, die ihn wie Actäon beſtraft haben würden.

Aber wenn er angekleidet geweſen wäre, ſo hätte er wohl keinen Grund gehabt zu rufen.

Der Chevalier täuſchte ſich, denn ſeine Lage wurde bedenklich.

Das Waſſer das ihm kaum bis an den Gürtel gereicht hatte, als er die Grotte betreten, war all⸗ mählig bis unter ſeine Achſelhöhlen geſtiegen und drang ihm bereits bis ans Kinn.

Allerdings konnte er, wenn er noch einige Schritte zurückging, einen Fuß gewinnen.

Aber der Chevalier begann ſeine Lage zu be⸗ greifen.

Die Fluth war im Anzug.

Und indem er um ſich ſchaute, konnte er ſehen, wie hoch das Waſſer in der Grotte ſteigen würde.

Bei voller Fluth bekam er vier Fuß Waſſer über ſeinen Kopf.

Der Chevalier war einer Ohnmacht nahe; ein

kalter Schweiß rann ihm über die Stirne.

In dieſem Augenblick erhoben die Schwimmerin⸗ nen ein lautes Geſchrei; ſie hatten ſo eben ſeine Kleider bemerkt.

Da ſie nicht wußten, was dieſe Kleider beſagen wollten, ſo ſchwammen ſie Alle nach der Grotte.

Aber ſtatt ſie um Hilfe anzurufen, zog ſich

11*