Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Hier fanden ſich die zwei Wonnen, die er ſuchte, der Schatten und die Friſche.

Der Chevalier beſchloß davon zu profitiren.

Er ging am Ufer hinab, eine Operation die bei dem niedrigen Waſſer nicht ohne Schwierigkeit war, und als ob er das Zauberſtäbchen einer Fee zur Erfüllung ſeiner Wünſche in der Hand gehabt hätte, fand er eine Grotte, die ihm nach dem Muſter der bexühlen Grotte der Göttin Calypſo ausgehauen ſchien.

Er betrachtete ſie von allen Seiten, ob ſie nicht bewohnt ſei.

Die Grotte war gänzlich verlaſſen.

Der Chevalier bedachte alſo, daß ſeine Scham⸗ haftigkeit keine Gefahr laufe; er zog ſeine Klei⸗

dungsſtücke, eins ums andere, aus, legte Alles in

eine Miniaturgrotte die ſich neben der großen be⸗ fand, befühlte den Boden mit dem Fuß und begab ſich unter den vom Felſen beſchriebenen Bogengang. An der tiefſten Stelle fand der Chevalier das Waſſer kaum drei Fuß hoch. Dieſes laue Waſſer, das aber durch den vom überhängenden Felſen verbreiteten Schatten erfriſcht

wurde, gewährte ihm eine der wonnigſten Empfin⸗

dungen, an denen er ſich jemals erfreut hatte.

Er fragte ſich, wie es möglich ſei, daß ein Menſch nicht ſchwimmen könne.

Aber er antwortete ſich, daß man um ſchwim⸗ men zu lernen ſich andern Menſchen beinahe nackt zeigen müſſe, und Dieudonné war, Dant den Stifts⸗ fräulein, in ſolchen Ideen von Schamhaftigkeit er⸗ zogen worden, daß ihn ſchon bei dem Gedanken