Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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zuckendem Fleiſch und flammendem Athem an⸗ gehörte.

Sie hatte den Chevalier gerettet, aber für ſich ſelbſt; ſie entführte ihn, aber in ihre eigene Grotte;

ſie legte ihn auf ein Bett von feinem Sand, aber

ſie legte ſich an ſeine Seite; und als ob ihr Athem in die irdiſche Bruſt das Feuer gießen ſollte, das in ihrer göttlichen Bruſt brannte, ſchien die ſchöne Botin ihm das Feuer ihres Herzens auf die Lippen zu blaſen.

Die Empfindung war ſo lebhaft, daß der Che⸗ valier einen Schrei ausſtieß und erwachte.

Es war nur halb ein Traum geweſen.

Mahaouni lag neben ihm, und der Athem der jungen Taitierin war es, der ihn brannte.

Wie der Chevalier, ſo hatte auch Mahaouni nach ihrem Frühſtück ein Plätzchen geſucht, wo ſie ihre Sieſta halten konnte.

Sie hatte den am reizendſten Plätzchen des Gartens ſchlafenden Chevalier bemerkt, wie er auf einer Matte lag, die für eine einzige Perſon drei⸗ mal zu groß war, und nun hatte das herrliche Naturkind nichts Böſes daran geſehen, wenn es auf ein paar Stündchen denjenigen Theil der Matte von ihm entlehnte, deſſen er ſich nicht bediente.

Und auf dieſem Theil der Matte war ſie ein⸗ geſchlafen und hatte dabei ſo wenig etwas Schlim⸗ mes gedacht, als ein Kind neben ſeiner Mutter.

Nur wurde auch ſie während ihres Schlafes ohne Zweifel durch irgend einen Traum aufgeweckt, ihr Arm hatte ſich ausgeſtreckt, ihre Bruſt hatte ſich