Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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einer großen Matte verſehen und breitete dieſelbe jetzt über den ganz beperlten Raſen aus.

Bleib hier, ſagte er,da der Ort Dir ge⸗ fällt; ich werde ſchon ein anderes Plätzchen finden, wo der Schatten eben ſo dicht und der Raſen tro⸗ cken iſt.

Dieudonné machte ſelten eine Einwendung, wenn ſein Freund Etwas entſchieden hatte: er breitete die Matte, auf welche man vier Perſonen hätte legen können, ſorgſam aus, gab wohl Acht, daß ſie auf keinen Kieſelſtein zu liegen kam, bemerkte jetzt erſt ihre Größe und drehte ſeinen Kopf, um dem Capi⸗ tän zu ſagen, daß ſeines Erachtens für Beide Platz genug ſei.

Aber der Capitän war bereits verſchwunden.

Der Chevalier beſchloß alſo die Matte ganz allein zu benützen. Er zog ſeinen Rock aus, rollte ihn zuſammen und machte ſich ein Kopfkiſſen dar⸗ aus; dann betrachtete er einige Zeit die vergeblichen Bemühungen, welche die Sonne machte, um zwiſchen den Gardanienzweigen durchzudringen, beobachtete die Bewegungen zweier Vögel, die aus einem und demſelben Saphir geſchnitten ſchienen, ſchloß ſeine Augen, öffnete ſie von Neuem, ſchloß ſie wieder, ſeufzte und ſchlief ein.

XII. Wie der Cheyalier de la Graverie ſchwimmen lernte. Der Schlaf bot keine ganz ſichere Zuflucht gegen

die Träume, welche den Chevalier ſchon ſeit geſtern in vollkommen wachendem Zuſtand heimſuchten.