jedoch etwas platt, die Backenknochen hervorſtehend, die Lippen rund und ſinnlich, die Zähne weiß wie Perlen, die Hände klein, fein und zart, die Taille biegſam wie ein Rohr.
Der Capitän dankte der jungen Taitierin, er⸗ klärte ſeinem Freund, daß dieß die Tochter ihrer Wirthin ſei, und kündigte an, daß er erſt um neun Uhr zurückkommen werde.
Das Kind begriff augenſcheinlich Alles was man ihm ſagte ſehr gut, und als der Capitän geſprochen hatte, ſchien es zu erwarten, daß ſein Freund daſ⸗ ſelbe thue: aber Dieudonné ließ ſich das nicht ein⸗ fallen. Er trat auf die Seite, um das ſchärpen⸗ artig umſchlungene Foulard nicht zu berühren, und ging an dem Mädchen mit einer Verbeugung vor⸗ über, wie er ſie vor einer Pariſerin auf dem Bou⸗ levard des Capucines gemacht haben würde.
Hierauf zog er ſeinen Freund raſch fort.
Es war augenſcheinlich, daß das junge Mädchen ihm eine Art von Schrecken einflößte.
Der Capitän wunderte ſich nicht darüber; er kannte die ſcheue Blödigkeit des Chevalier den Frauen gegenüber; aber er hätte nicht geglaubt, daß ſein Freund eine Taitierin geradezu wie eine Frau be⸗ handeln würde.
Indem er alſo auf das junge Mädchen deutete, das ihnen traurig nachſchaute, fragte er den Che⸗ valier:
„Warum haſt Du gar Nichts zu Mahaouni ge⸗ ſagt? Dieß hat ſie betrübt.“
„Sie heißt Mahaouni?“
„Ja, ein ſchöner Name, nicht wahr?“


